admin am 15. August 2011

Die Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Miniburg mit Reihenhaus-Charakter . . . das ist wohl der erste Eindruck, der sich dem Besucher geradezu aufdrängt, wenn sein Blick auf die Burgruine Wolkenstein fällt.

Burgruine Wolkenstein, Grödnertal, Südtirol

Burgruine Wolkenstein

Auf über 1700 m Höhe, eigentlich am Eingang des Langentals gelegen, sind jedoch nur noch die Überreste der im frühen 13.Jahrhundert erbauten Burg zu bewundern.

Trotzdem lohnt der leichte, problemlose Aufstieg zur Burgruine Wolkenstein, hat man doch von hier oben einen herrlichen Blick ins Langental und auf Wolkenstein selbst.

Südtirol - Ort im Tal, dahinter Bergkulisse

Panoramablick auf dem Rückweg von der Burgruine Wolkenstein

Genutzt wurde die Burg zur Bewachung des Übergangs vom Grödnerjoch ins Gadertal und in anderen Zeitepochen als Sommerresidenz der Grafen von Wolkenstein.

Die eigentlich gekonnt in die steile Steviawand hineingebaute Burg wurde später erobert und nicht wieder komplett aufgebaut.

Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Burgruine Wolkenstein

Deshalb sind nur noch die nach Süden gerichtete Talwand und der Vorhof erhalten geblieben.

Zudem trösteten sich die ursprünglichen Bewohner mit der weitaus größeren Anlage der Trostburg am Eingang des Grödnertals.

Der Burghof und auch die Räume der Wolkensteiner Burg boten doch nur begrenzten Platz, der Wohnzimmergröße entsprochen haben muß.

Kein Wunder also, dass niemand mehr so recht Interesse am Wiederaufbau der Burg Wolkenstein hatte.

Der Weg zur Burgruine ist gut beschildert, aber die Ruine selbst ist nicht gesichert.

Das bedeutet im Klartext:

Bei Regen und evtl. Schnee große Rutschgefahr.

Kinder sollten sorgfältigst beaufsichtigt werden.

Weg zur Burgruine Wolkenstein :

Von Brixen oder auch Bozen kommend biegt man ins Grödnertal ab und fährt bis nach Wolkenstein.

Dort angekommen parkt man den PKW irgendwo, z.B. in der Nähe der Kirche.

Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Sodann geht es der Beschilderung nach in Richtung Langental, bis die Hinweistafeln auf die Wolkensteiner Burgruine aufmerksam machen.

An heißen Tagen, wenn die Felsen das Sonnenlicht stark reflektieren, ist die Ruine kaum wahrnehmbar, da sie sich von den hellen Felsen optisch kaum abhebt.

Dass man die Anlage mitunter kaum bemerkt mag auch daran liegen, dass man als Wanderer eine imposante großflächige Burganlage erwartet, die sofort ins Auge sticht.

Aber die gibts nicht, denn wie schon gesagt, es handelt sich um eine Miniburg.

Nach einigen Serpentinen bei mäßigem Anstieg gelangt man zur eigentlichen Burg.

Die Besichtigung an sich nimmt aufgrund der bescheidenen Ausmaße der Ruine nicht sehr viel Zeit in Anspruch, so dass sich begleitend eine Rundwanderung durchs Langental anbietet.

Man kann alternativ auch an der Steviawand weiterwandern, was teilweise jedoch in Kletterei ausartet; einige ausgesetzte Abschnitte sind mit Drahtseilen gesichert.

Fazit:
Eine an sich leichte Wanderung von ca. 2 bis 3 Stunden Dauer.
Nur im unmittelbaren Bereich der Burgruine Wolkenstein ist besondere Vorsicht angebracht.

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admin am 8. August 2011

Wildromantisches Biotop im Altenburger Wald –
Die Rastenbachklamm

Wer gerne über Eisenleitern, Treppen, Holzstege, Holzbalken und Brücken klettert, ist in der Rastenbachklamm in der Nähe der Südtiroler Ortschaften Tramin, Kaltern und Altenburg goldrichtig.

Wildromantisches Biotop im Altenburger Wald, Südtirol - Die Rastenbachklamm

Die wildromantische Rastenbachklamm, Foto © Luca Lorenzi - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Aber auch für Familien mit Kindern bietet sich die abwechslungsreiche Tour durch die Rastenbachklamm geradezu an.

Besonders kleinere Kinder dürften an dem sich hinter jeder Biegung ändernden Terrain ihre helle Freude finden, von den vielen großen und kleinen Wasserfällen ganz zu schweigen, die es im Verlauf der Wanderung zu bestaunen und teilweise auch zu überqueren gilt.

Trotz aller Begeisterung über die abenteuerlichen Klettermöglichkeiten sollte nicht die nötige Vorsicht vergessen werden.

Je nach Wetterlage ist die Rutschgefahr ständig vorhanden und da die Kleinen sich durch Schmetterlinge und andere Tierchen schnell ablenken lassen, sind die Eltern in der Pflicht, ihre Kids nicht unbeaufsichtigt sich selbst zu überlassen.

Felsen mit kleinem Wasserfall - Rastenbachklamm bei Kaltern in Südtirol

Abenteuer Rastenbachklamm, Foto © Luca Lorenzi - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Aber auch die etwas Größeren und Älteren sollten verantwortungsvoll den Tourverlauf absolvieren, sind doch etliche Steigungen zu überwinden, die an heißen Tagen Herz und Kreislauf fordern können.

Ebenso sollten sich nicht ganz schwindelfreie Wandergesellen und Leutchen mit Höhenangst darüber im klaren sein, dass man durch Stege und Leitern teilweise hindurchsehen und in respektable Abgründe schauen kann.

Dass man diese Tour nur mit gutem Wanderschuhwerk durchführen sollte, versteht sich eigentlich von selbst.

Naturliebhaber, die sich insbesondere für Botanik interessieren, finden in der Rastenbachklamm jede Menge unterschiedlicher Moos- und Farnvariationen, u.a. Farne wie Hirschzunge oder Frauenhaarfarn, dazu kräftigsten Efeu oder riesige efeubewachsene Felswände.
Der Wald besteht aus Flaumeichen und Eschen und spendet an heißen Tagen willkommenen Schatten.

Dieses Gesamtpaket aus schroffen Felsen, üppiger Begrünung, lichtem Wald und den allgegenwärtigen Wasserspielen und Wasserspiegelungen macht den Reiz dieser wildromantischen Schlucht aus.

Besonders wenn das Sonnenlicht sich seinen Weg durch die Baumkronen bahnt und frühmorgens ein leichter Dunst aufsteigt, kommt man sich vor wie in einem Märchenwald.

Es lohnt sich, diese zauberhafte Stimmung mit einer Kamera einzufangen, um auch zu Hause bei gemeinsamen Erinnerungsabenden diese herrliche Wanderung in Gedanken noch einmal durchzuführen.

Wege zur Rastenbachklamm :

Startpunkt Tramin:
Der Söllerstrasse folgen bis zur Abzweigung nach dem Hotel Winzerhof, danach auf dem Kalterer Seeweg weiter bis nach St.Josef am Kalterer See.
Hier sieht man schon Altenburg bzw. den Einschnitt im Berg . . . die Rastenbachklamm, die übrigens überall großzügig ausgeschildert ist.

Auf dem Weg Nr. 1 bzw. Nr. 13 geht es dann durch die Schlucht und über Altenburg und Söll wieder zurück nach Tramin.

Suedtirol Reise

Startpunkt Kaltern – St.Anton:
Am einfachsten die Tour vom Parkplatz der Sportanlagen aus beginnen.
Über den Weg Nr. 11 A zum Kardatscher Weg Nr. 10, sodann dem Hinweisschild „Rastenbachklamm“ folgen.
Nach dem Austoben in der Schlucht kann es über den Altenburger Wanderweg Nr. 11 wieder zurückgehen.

Alternative:
Über den Weg Nr. 11 C zunächst vom Parkplatz Sportanlagen St.Anton ca.200 Meter nach unten ins Tal.
Danach über den Weg Nr. 10 (Kardatscher Weg) bis zur Rastenbachklamm, nur eben etwas tiefer als oben beschrieben.
Hinauf über Weg Nr. 13 bzw. Weg Nr. 2, teilweise auf Eisenleitern die 200 Meter wieder hinauf (anstrengend aber schön).

Wanderziele um die Rastenbachklamm herum :

  • Die Kirche St.Virgil in Altenburg – herrlicher Blick von hier aus zum Kalterer See – skurilles Fresko an der Fassade
  • Die Kirchenruine St.Peter – eine der ältesten Kirchen Südtirols (6.Jh.)
  • Die Kirche St.Jakob in Kastelaz (Tramin) – romanische Fresken
  • Der Abenteuerpark und Hochseilgarten in Kaltern-St.Anton

Unterm Strich:
Ausgesprochen kurzweilige Erlebnistour durch eine wildromantische Schlucht.
Reine Gehzeit ca. 2,5 bis 3,5 Stunden ohne Pausen, Einkehr usw.
Erweiterungsmöglichkeiten durch benachbarte Sehenswürdigkeiten

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admin am 4. August 2011

Abenteuer Südtirol – Die Bletterbachschlucht

Ein Highlight während eines Urlaubs in Südtirol ist eine Wanderung durch die 8 Kilometer lange Bletterbachschlucht in der unmittelbaren Nähe der malerischen Orte Aldein und Radein.

Bletterbachschlucht bei Aldein in Südtirol

Bletterbachschlucht in Südtirol

Die Bletterbachschlucht am Fuß des Weisshorns bietet dem Besucher eine Menge fürs Auge, vermittelt aber ebenso viele interessante Details aus vergangenen Zeitepochen, sofern man sich für geologische Besonderheiten, Fossilien etc. interessiert.

Bletterbachschlucht in Südtirol - Abstieg

Bletterbachschlucht in Südtirol

Obwohl die längste Schlucht Südtirols in erster Linie gestandene Geologen und Sammler begeistert, finden zunehmend auch Nichtfachleute Gefallen an den unterschiedlichen Gesteinsschichten (Porphyr, Sandstein, Dolomit-Kalkstein), die im Verlauf der Wanderung deutlich auszumachen sind.

Für Familien mit Kindern ist die Tour durch die Bletterbachschlucht jedoch das ultimative Abenteuer.
Schon der Begriff Schlucht vermittelt etwas Geheimnisvolles und die Kleinen können den Beginn der Wanderung kaum abwarten.

Und tatsächlich ist die Kletterei durch den Canyon sehr abwechslungsreich.

Denn den in der Mitte fließenden Bach kann und muß man mehrfach überqueren, man kann Dämme bauen, das Wasser etwas umleiten oder aufstauen, Versteinerungen oder hübsche Steine und Pflanzen suchen oder einfach nur bestaunen.

Darüberhinaus ist sowohl der Abstieg in die Schlucht als auch der Aufstieg aus der Schlucht aufgrund der Weganlage (Stufen, Leitern, Seile) abenteuerlich, gleichfalls der Aufstieg auf eine Aussichtsplattform unterwegs mittels Leitern. (Hier etwas aufpassen !)

Im Besucherzentrum des Geoparc Aldein-Radein (Aldein) gibts dann noch mehr Attraktionen für Kinder und natürlich auch für die etwas Ältern, so z.B. eine Ausstellung über gefundene Versteinerungen oder ein Modell eines kleinen Sauriers, dessen Vorfahren hier in dieser Gegend gelebt haben sollen.

Geoparc Bletterbach - Die Bletterbachschlucht in Südtirol

Bletterbachschlucht

Im Sommer, also in der Hauptsaison, veranstaltet der Geoparc Bletterbach Events für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren mit wechselndem Programm, aber immer mit lustigen Spielen und Informationen über Natur und Tiere. (Bitte vorher eine Anfrage starten !)

Für Hobby-Geologen bietet sich der Besuch des modernisierten kleinen Geo-Museums in Radein an.
Und mitunter werden auch Führungen durch die Schlucht bzw. entlang eines Wald-Lehrpfads durchgeführt.

Der Wald-Lehrpfad selbst ist hervorragend beschildert.
Alles Interessante wird kurz und knapp auf italienisch und deutsch erklärt.

Die Bletterbachschlucht ist seit dem 26.Juni 2009 übrigens ein Weltnaturerbe !
Der Wanderer befindet sich also höchstpersönlich im UNESCO-Weltnaturerbe GEOPARC Bletterbach in Aldein &. Radein.

Ein Besuch der Bletterbachschlucht geschieht immer auf eigene Gefahr.
Vor einer Tour wird dringend angeraten, sich im Besucherzentrum des Geoparc Bletterbach über den aktuellen Zustand zu informieren.

Diese Maßnahme dient der allgemeinen Sicherheit, denn die Durchwanderung der Bletterbachschlucht ist bei schlechtem Wetter, insbesondere bei starkem Regen, nicht ungefährlich.

Zum einen führt der Bach in der Schlucht dann mehr Wasser . . . und Wege, Leitern usw. sind rutschig bzw. glitschig.

Suedtirol Reise

Zum anderen ist es (z.B. in 2009) auch vorgekommen, dass durch Starkregen einige Wanderweg-Passagen einfach weggespült wurden und sich auch einige Steine aus den steil aufragenden Gesteinswänden gelöst haben (ein Helm hilft dann wohl auch nicht mehr).

Selbstverständlich kümmert sich der GEOPARC Bletterbach um die erforderlichen Sanierungen, die zeitnah umgesetzt werden.
Aber von dort erhält man auch aktuelle Lageberichte, die vor Beginn einer Wanderung (besonders nach starkem Regen) telefonisch erfragt werden können und sollten.
Mit eventuellen Teilsperrungen ist hin und wieder zu rechnen und man sollte nicht allzu enttäuscht sein, wenn die geplante Wanderung nur teilweise oder vielleicht gar nicht durchgeführt werden kann.

Wegbeschreibung Bletterbachschlucht :

Die Zufahrt zur Bletterbachschlucht erfolgt von Auer oder Neumarkt über Montan nach Aldein und nach dem Dorf rechts zur Lahneralm, sofern hier geparkt werden soll. Der Zugang in die Schlucht beginnt beim Parkplatz Lahneralm.

Von dort aus geht es zu Fuß weiter über den Weg Nr. 3, erst durch Wald und anschließend in die Schlucht, in das sogenannte “Taubenleck” hinunter. Sodann entlang der Markierung Geo-Weg immer bachaufwärts bis zum Butterloch-Wasserfall und rechts des Wasserfalls über Leitern hinauf zur Aussichtsplattform.

Weiter gehts auf dem Geo-Weg bis zur Lahneralm.

Von hier aus erreicht man über den Wald-Lehrpfad wieder den Ausgangspunkt, das Besucherzentrum, falls man den PKW dort abgestellt hatte.

Die Bletterbachschlucht kann auch von Radein aus erwandert werden; einfach der Beschilderung nachgehen – man kann eigentlich nichts falsch machen.

Für die Wanderung sollte man je nach Tempo zwischen 2,5 und 3,5 Stunden veranschlagen, eventuell auch mehr – das hängt dann von der Spiellaune und Sammelleidenschaft in der Schlucht ab.

Infos über die Bletterbachschlucht bei :

Tourismusverein Aldein-Radein, Tel.: +39 0471 886800

Geoparc Bletterbach
Lerch 40, Aldein
Tel.: +39 0471 886946
info@bletterbach.info
www.bletterbach.info
Der Geoparc Bletterbach hat täglich von Anfang Mai bis 1. November von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.

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admin am 28. Juli 2011

Wasserspiele am Algunder Waalweg

Der Algunder Waalweg ist einer von vielen Waalwegen (ca.50) rund um Meran in Südtirol.

Liebevoll angelegt und äußerst gepflegt bietet der Algunder Waalweg dem Spaziergänger und Wanderer herrliche Ausblicke ins Meraner Becken und auf die umliegenden Berge.

Blick auf Etschtal und Gantkofel in Südtirol vom Algunder Waalweg aus gesehen

Blick auf Etschtal und Gantkofel vom Algunder Waalweg

Und diese Aussicht läßt sich zudem unbeschwert genießen, da im Verlauf des ca. 6 Kilometer langen Weges kaum Höhenunterschiede zu überwinden sind.

Hier dreht sich alles um das lebenerhaltende Element Wasser !

Die Waale sind Überbleibsel aus alter Zeit, als Wasser für die Bewirtschaftung der Felder schwer zu beschaffen und zu transportieren war.
Zudem muß die Gegend seinerzeit extrem trocken gewesen sein.

Geniale Konstrukteure planten aus diesem Grund die Waale.

Diese wurden in jahrelanger mühevoller Arbeit angelegt und über Jahrhunderte hinweg instantgehalten, was nicht immer einfach war, da Erdrutsche und Überläufe bei Starkregen mitunter zu Beschädigungen führten.

Algunder Waalweg in Südtirol

Algunder Waalweg

Es handelt sich hierbei um Bewässerungsgräben, die oberhalb der zu bewässernden Felder entlang der Berghänge entlangführen.
Mit minimalem Gefälle, denn sonst würde ja das Wasser nicht fließen . . . logisch.
Und gerade dieses ultraleichte Gefälle war für damalige technische Möglichkeiten eine vermessungstech-
nische Meisterleistung.

Für die Instanthaltung der Waale legte man neben diesen einen schmalen Weg an, um eine laufende Kontrolle zu gewährleisten, die vom sogenannten Waaler, einem Oberaufseher und Wasserverteiler vorgenommen wurde.

Das Wasser wurde aus der Etsch entnommen, in die Waale geleitet und jeder Landwirt bekam zu festgesetzten Zeiten eine bestimmte Menge Wasser für seine Felder.
Es konnte also nicht jeder Wasser entnehmen, so wie er lustig war.

Selbstverständlich gibt es heute modernere Bewässerungssysteme, die in der Meraner Ecke auch verwendet werden.
Aber einige Bewässerungskanäle werden auch heute noch benutzt, weshalb man sie liebevoll instanthält.

An vielen Abschnitten kann man noch den ursprünglichen naturbelassenen Zustand in Augenschein nehmen, aber hin und wieder war es dann doch nötig, das Wasser durch Betonrinnen laufen zu lassen, was der Wanderfreude jedoch keinen Abbruch tut.

Interessant auch die Stellen, an denen das Wasser durch Tunnel oder sogar unterirdisch weiterfließt, um einige Meter weiter wieder oberirdisch durch die Rinnen zu sprudeln.

Die Waalwege selbst sind abwechslungsreiche Passagen und führen unmittelbar durch Südtirols Kulturlandschaften mit Wein-und Obstanbau.
Wunderschön anzuschauen zur Zeit der Apfelblüte im Frühjahr, oder auch im Herbst, wenn die sonnengereiften Weintrauben an den Rebstöcken hängen.

Die Wanderungen an sich gestalten sich sehr familienfreundlich, da selbst mit Kinderwagen die Waalwege gut begehbar bzw. befahrbar sind.
Sogenannte Engstellen, auch Abschnitte mit etwas steileren Abhängen, sind in der Regel gut gesichert.

Die Waale sind somit ein erhaltenswertes Südtiroler Kulturerbe.
Das sollte sich der verantwortungsbewußte Wanderer immer vor Augen halten und darauf achten, die Waale nicht zu beschädigen.
Kinder sollten wissen, dass man die Waale selbst nicht betritt, obwohl es natürlich reizt, im Hochsommer bei großer Hitze die Füße zu kühlen.

Zu Beginn und zum Ende eines Waalweges sind meistens Einkehrmöglichkeiten vorhanden, selten auch unterwegs.
Deshalb lohnt die Mitführung eines mehr oder minder gefüllten Rucksacks mit Südtiroler Spezialitäten.

Algunder Waalweg in Südtirol mit Panoramablick auf die Berge

Panoramablick vom Algunder Waalweg

Der Algunder Waalweg ist im Grunde eine Fortsetzung des Meraner Tappeinerwegs, einer über Meran angelegten Promenade mit exotischen Gewächsen.
Wenn man von Meran kommend das Ende des Tappeinerweges erreicht hat, ist der Algunder Waalweg bereits ausgeschildert . . . man kann ihn somit nicht verfehlen.

In Richtung Meran beginnt der Algunder Waalweg in Töll und endet in Gratsch am Tappeinerweg . . . das ganze Programm also nur umgekehrt.

Für die 6 Kilometer Wanderung werden in Reiseführern oft 3 Stunden Gehzeit angegeben.
Nun ja . . . da muß man sich beim Langsamgehen aber schon allergrößte Mühe geben, um diese Zeit einzuhalten . . . will sagen: es geht selbstverständlich wesentlich schneller.

Aber . . . wenn man oft innehält, um die Natur und die Umgebung zu bewundern, mal ein Foto zwischendurch schießt oder einfach nur auf einer Bank etwas relaxt . . . kann man ohne Mühe 3 Stunden und mehr einplanen, je nach Wanderlust und Laune.

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admin am 27. Juli 2011

Markanter Aussichtsberg – Der Gantkofel

Der Gantkofel, ital. Monte Macaion (1.866 m) ist ein beliebtes Wanderziel und ein hervorragender Aussichtspunkt.

Der Gantkofel - Herrlicher Aussichtsberg in Südtirol

Der Gantkofel (ital. Monte Macaion)

Man kann in die eine Richtung bis nach Bozen schauen, wenn es sich nicht gerade in einer Dunstglocke den Blicken entzieht.
Und in die andere Richtung bis nach Meran und ins Meraner Becken.

Das allein ist schon den Aufstieg wert, aber wer gerne Berge in Rundumsicht bevorzugt, kommt hier oben ebenfalls voll auf seine Kosten.
Die Dolomiten, die Sarntaler Alpen und die Texelgruppe sind zu bestaunen.

Wenn man es bis zum Gipfelkreuz geschafft hat und die herrliche Aussicht genießt, sollte man allerdings nicht den Fehler machen und leichtsinnig werden.

Der Gantkofel fällt an seiner Ostseite steil ab und es geht hier ungebremst mehrere Hundert Meter senkrecht in die Tiefe.
Also Vorsicht und auf die Kinder gut aufpassen !

Vom Mendelpass zum Gantkofel :

Am einfachsten erwandert man den Gantkofel (Monte Macaion) vom Mendelpass aus.
Wer sich den Aufstieg oder die Fahrt mit dem PKW auf den Mendelpass nicht zutraut (enge Kehren auf der Mendelpass-Straße; ist nicht jedermanns Sache), der fährt mit der Mendelbahn von Kaltern – St.Anton bequem in 12 Minuten auf die Mendel mit herrlicher Panoramasicht.

Von hier aus geht es sich relativ leicht auf dem Weg Nr.500 zum Penegal.
Die modernisierte Aussichtsplattform bietet sich für eine kurze Pause und für ein paar Schnappschüsse für zu Hause an.

Nun beginnt eine abwechslungsreiche Höhenwanderung mit stetigem Auf und Ab.
Man streift im Verlauf der Wanderung die Furglauer Scharte, die Kematscharte und die Große Scharte, die man jeweils für einen Aufstieg von Eppan aus benutzen kann.

Der Weg führt oft durch lichten Wald, was wenig Aussichtsmöglichkeit bietet, dann aber wieder über schmale Bergpfade in praller Sonne, wenn sie denn scheint; aber sie scheint meistens, denn Südtirol ist ja das Sonnenland der Alpen mit über 300 Sonnentagen im Jahr !!

Dann ist endlich der Gipfel des Gantkofels mit dem Gipfelkreuz in Sicht.
Dort angekommen genießt man die grandiose Aussicht und verweilt in respektvollem Abstand zum ungesicherten Abgrund.

Die Wanderung vom Mendelpass zum Gantkofel ist eine leichte Wanderung, die problemlos auch mit Kindern begangen werden kann.
Einige Stunden Wegzeit sollte man aber schon einplanen und die Kinder – wie bereits gesagt – nicht an die Abhänge heranlassen.

Andere Auf-und/oder Abstiegsmöglichkeiten :

Wer größere Herausforderungen für eine Gantkofel-Besteigung sucht, der kann von Eppan, St.Michael oder auch Perdonig den Aufstieg durch eine der ausgeschilderten Scharten (Geländeeinschnitte, siehe oben) wagen.

Die Steige sind jeweils steil und führen teilweise fast senkrecht nach oben, was die Wanderung ungleich anstrengender macht.

Besonders die Gaider Scharte ist sehr steil und eng.
Insbesondere bei Nässe ist hier allergrößte Vorsicht geboten, denn das Terrain wird doch ausgesprochen glitschig.

Überflüssig zu sagen, dass gutes Schuhwerk unbedingt erforderlich ist.
Vom Wanderer wird überdies Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erwartet.

Das Gleiche gilt sinngemäß für den Auf-und/oder Abstieg durch die anderen schon genannten Scharten, wobei der Abstieg immer etwas gefährlicher ist . . . aber wem erzähl ich das.

Für den Hin-und Rückweg über die Scharten sind zwischen 5 und 6 Stunden zu veranschlagen.

Fazit:
Egal, wie man den Gantkofel erwandert, ob über den Höhenweg vom Mendelpass aus, oder über die diversen Scharten . . . es erwartet den Wanderer eine fulminante Aussicht.

Aber einen kompletten Urlaubstag kann man getrost abstreichen.

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