Die Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Miniburg mit Reihenhaus-Charakter . . . das ist wohl der erste Eindruck, der sich dem Besucher geradezu aufdrängt, wenn sein Blick auf die Burgruine Wolkenstein fällt.

Burgruine Wolkenstein, Grödnertal, Südtirol

Burgruine Wolkenstein

Auf über 1700 m Höhe, eigentlich am Eingang des Langentals gelegen, sind jedoch nur noch die Überreste der im frühen 13.Jahrhundert erbauten Burg zu bewundern.

Trotzdem lohnt der leichte, problemlose Aufstieg zur Burgruine Wolkenstein, hat man doch von hier oben einen herrlichen Blick ins Langental und auf Wolkenstein selbst.

Südtirol - Ort im Tal, dahinter Bergkulisse

Panoramablick auf dem Rückweg von der Burgruine Wolkenstein

Genutzt wurde die Burg zur Bewachung des Übergangs vom Grödnerjoch ins Gadertal und in anderen Zeitepochen als Sommerresidenz der Grafen von Wolkenstein.

Die eigentlich gekonnt in die steile Steviawand hineingebaute Burg wurde später erobert und nicht wieder komplett aufgebaut.

Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Burgruine Wolkenstein

Deshalb sind nur noch die nach Süden gerichtete Talwand und der Vorhof erhalten geblieben.

Zudem trösteten sich die ursprünglichen Bewohner mit der weitaus größeren Anlage der Trostburg am Eingang des Grödnertals.

Der Burghof und auch die Räume der Wolkensteiner Burg boten doch nur begrenzten Platz, der Wohnzimmergröße entsprochen haben muß.

Kein Wunder also, dass niemand mehr so recht Interesse am Wiederaufbau der Burg Wolkenstein hatte.

Der Weg zur Burgruine ist gut beschildert, aber die Ruine selbst ist nicht gesichert.

Das bedeutet im Klartext:

Bei Regen und evtl. Schnee große Rutschgefahr.

Kinder sollten sorgfältigst beaufsichtigt werden.

Weg zur Burgruine Wolkenstein :

Von Brixen oder auch Bozen kommend biegt man ins Grödnertal ab und fährt bis nach Wolkenstein.

Dort angekommen parkt man den PKW irgendwo, z.B. in der Nähe der Kirche.

Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Burgruine Wolkenstein im Grödnertal

Sodann geht es der Beschilderung nach in Richtung Langental, bis die Hinweistafeln auf die Wolkensteiner Burgruine aufmerksam machen.

An heißen Tagen, wenn die Felsen das Sonnenlicht stark reflektieren, ist die Ruine kaum wahrnehmbar, da sie sich von den hellen Felsen optisch kaum abhebt.

Dass man die Anlage mitunter kaum bemerkt mag auch daran liegen, dass man als Wanderer eine imposante großflächige Burganlage erwartet, die sofort ins Auge sticht.

Aber die gibts nicht, denn wie schon gesagt, es handelt sich um eine Miniburg.

Nach einigen Serpentinen bei mäßigem Anstieg gelangt man zur eigentlichen Burg.

Die Besichtigung an sich nimmt aufgrund der bescheidenen Ausmaße der Ruine nicht sehr viel Zeit in Anspruch, so dass sich begleitend eine Rundwanderung durchs Langental anbietet.

Man kann alternativ auch an der Steviawand weiterwandern, was teilweise jedoch in Kletterei ausartet; einige ausgesetzte Abschnitte sind mit Drahtseilen gesichert.

Fazit:
Eine an sich leichte Wanderung von ca. 2 bis 3 Stunden Dauer.
Nur im unmittelbaren Bereich der Burgruine Wolkenstein ist besondere Vorsicht angebracht.

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