Die Rosszähne auf dem Mitterberg

In Südtirol gibt es die Rosszähne gleich zweimal . . . eigentlich dreimal, wenn man die Zähne buchstäblicher Rösser (damit sind Pferde gemeint) mit einschließt.

Wir reden hier aber über Wanderziele!

Eine gewaltige Felsformation, Rosszähne genannt, findet man auch in der Nähe des Schlernmassivs bzw. der Seiseralm.
Aber die meinen wir heute nicht!

Es gilt die Rosszähne auf dem Mitterberg bei Kaltern zu erkunden.
Diese Wanderung könnte sich an den Besuch der Leuchtenburg anschließen, denn es handelt sich um den gleichen Weg (Nr. 13 A und 13 B).

Gestartet wird vom Parkplatz Kreit-Hof; der Weg Nr. 13 A führt direkt zur Leuchtenburg, wer aber gleich weitergehen möchte zu den Rosszähnen, nimmt kurz vor der Leuchtenburg den Weg 13 B.

Die Rosszähne auf dem Mitterberg bei Kaltern in Südtirol

Im Bann der Rosszähne

Falls man mit Kindern unterwegs ist . . . ein Wort zur Vorsicht:

An einigen Stellen im Gebiet der Rosszähne geht es ziemlich steil nach unten – Absturzgefahr!
Also gut auf die Kleinen aufpassen!

Warum heißen die Rosszähne nun Rosszähne?

Also . . . wenn man einem Pferd ins Maul schaut und danach diese Felsen ansieht, könnte man Ähnlichkeiten entdecken, muß man aber nicht.
Irgendeinen originellen Namen mußten die Dinger ja nun mal erhalten.

Stellen wir uns einmal vor, man würde uns eine Wanderung zu den Felsen auf dem Mitterberg bei Kaltern empfehlen.
Das wäre doch ebenso viel- wie nichtssagend.
Aber eine Wanderung zu den R o s s z ä h n e n . . . das hat was und macht besonders kleine Kinder neugierig.

Felsen wie Pferdezähne - Die Rosszähne auf dem Mitterberg bei Kaltern in Südtirol

Rosszähne

Nun gut, wir befinden uns also rund 600 Meter über dem Meeresspiegel und das bedeutet eine gute Rundumsicht.
Kaltern und Tramin, sowie der Kalterer See auf der einen Seite.
Auf der anderen Auer, Branzoll, Leifers und Bozen.
Das komplette Südtiroler Unterland und das Etschtal sind wahrhaft herrliche Fotomotive.

Aber auch einige Mauerreste aus vorchristlicher Zeit, die sich ab und zu an der Wegstrecke befinden, sind einen Blick wert.
Ebenso einige Pflanzen, die man normalerweise viel weiter südlich vermuten würde.

Nicht vergessen bitte den kurzen Abstecher zu den Warmluftquellen.
Es gibt hier zwar nicht viel zu sehen, denn die Felsspalten bzw. Felsröhren führen offensichtlich mehrere Hundert Meter in die Tiefe.
Aber Höhlen, aus denen einem fortwährend ca. 25° C warme Luft entgegenschlägt, und zwar das ganze Jahr über, sind schon einen Besuch wert.

Ein wahres Naturphänomen, da bisher noch niemand plausibel erklären konnte, wie das funktioniert.

Falls wir eine wissenschaftliche Erklärung für diese geophysikalische Rarität haben, werden wir vielleicht noch berühmt.
Wer weiß?!

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