Wandertag – Von Kaltern über den Mendelpass zum Penegal

Nach ein paar leichten Wanderungen zum Urlaubsbeginn in Südtirol bietet sich nun eine etwas anspruchsvollere Tour an – die Wanderung von Kaltern über den Mendelpass zum Monte Penegal.

Erstes Etappenziel ist somit der Passo Mendola, der Mendelpass bzw. der Ort Ruffre.
Hier verläuft die Sprachgrenze Italienisch – Deutsch.

Zweites Etappenziel ist die modernisierte Aussichtsplattform auf dem Penegal.
Belohnt wird der ausdauernde Wanderer von hier aus mit einem 360° – Traumblick auf Dolomiten, Ortler, Brentagruppe und den Blick ins weitläufige Etschtal.

Von Kaltern auf den Penegal - Neben der Mendelbahn

Von Kaltern auf den Penegal - Neben der Mendelbahn

Um sich die Tour etwas zu erleichtern, nutzen viele Besucher Südtirols die Möglichkeit, mit der Mendelbahn von St.Anton-Kaltern auf den Mendelpass zu fahren, um von hier aus auf den Penegal weiterzuwandern.

Wer jedoch das volle Programm absolvieren möchte, der startet ebenfalls in St.Anton-Kaltern zu Fuß, und zwar auf dem Alten Mendelsteig – Weg M, direkt bei der Mendelbahn-Talstation .
Der Weg führt anfangs durch Wald, streift dann kurz den Streckenverlauf der Mendelbahn um sodann wesentlich steiler zu werden.

Gutes Schuhwerk empfiehlt sich, da an einigen Passagen Trittsicherheit erforderlich ist.
Der Grund: Man geht über runde und gezackte Felsen, die teilweise von Laub überdeckt sind; hier kann man leicht umknicken, was einem Tourende gleichkommt.

Nach einiger Zeit erreicht der Wanderer – nun schon einige Hundert Meter höher – eine hufeisenförmige Holzbank an einem Aussichtspunkt.

Spätestens hier hat sich auch schon der erste Durst bemerkbar gemacht, und nach Befriedigung desselben ist der Rucksack fortan spürbar leichter.
Der Blick ins Etschtal und auf den Kalterer See von hier oben tut dem Wohlbefinden außerordentlich gut und man möchte die Wanderung eigentlich gar nicht fortsetzen.

Aber man hat noch eine lange Wegstrecke vor sich.

In Ruffre auf dem Mendelpass in Südtirol

Mendelpass - Rechts runter in Richtung Kaltern, links weiter zum Penegal

Es geht stetig weiter steil bergauf; unterwegs hört man ab und zu Fahrzeuge auf der Mendelstraße, die in engen Kehren zum Mendelpass hinaufführt.

Mendelpass – Penegal :

Endlich ist nun der Passo Mendola (Mendelpass) erreicht; man verläßt direkt am Ortsschild den Wanderweg und geht auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Wegmarkierung (Weg 500) wieder durch den Wald weiter in Richtung Penegal.

Wers mag, kann in Ruffre auf dem Mendelpass eine kurze Pause machen, durch die Gassen schlendern oder sich kurz für ein Eis oder ein Weizenbier in eins der vielen Restaurants setzen.

Weiter gehts zum Penegal.
Der Weg ist nicht mehr ganz so steil, aber an einigen Stellen führt er dicht an nicht gesicherten Abhängen entlang.
Hier ist allergrößte Vorsicht geboten, besonders wenn es geregnet oder geschneit bzw. gefroren hat; dann kann es hier ziemlich glitschig werden.

Eine unmittelbare Absturzgefahr besteht zwar nicht, aber erhöhte Aufmerksamkeit ist erforderlich.
Eltern mit kleinen Kindern sollten hier ihre Kleinen an die Hand nehmen und den Halbwüchsigen keine Extratouren erlauben.

Der Weg führt ein wenig die asphaltierte Straße entlang, um im weiteren Streckenverlauf wieder durch lichten Wald weiterzuführen.
Der Kleine Penegal wird erreicht mit wunderbarer, unverbauter Aussichtsmöglichkeit (auch hier bitte aufpassen).

Nach kurzer Zeit ist dann schließlich der Große Penegal erwandert und der Gipfelstürmer wird für seine Mühen durch die herrliche Rundumsicht mehr als entschädigt.

Blick vom Penegal auf den Mitterberg, Montiggl, die Montiggler Seen, Leifers und die Dolomiten

Blick vom Penegal auf Leifers und die Dolomiten

Nicht wundern:
Im Verlauf der Tour überquert man zweimal die Mendelpass-Straße bzw. geht auf dieser ein kurzes Stück.
Man hat sich also nicht verlaufen . . . das gehört zur Route dazu.

Auf den gleichen Wegen kann es dann wieder nach unten gehen.
Es gibt auch andere Abstiegsmöglichkeiten, aber auf die möchte ich hier nicht eingehen.

Es empfiehlt sich ohnehin, sich vor Beginn ausgedehnter Wanderungen in Südtirol detailliertes Kartenmaterial zu besorgen und dieses auch vor Antritt einer Tour zu studieren.
Ferner die Karte nicht in der Nachttischschublade liegen zu lassen, sondern auf der Wanderung mitzuführen.
Es kann unterwegs immer mal etwas anders laufen als geplant – dann hilft eine aktuelle Karte weiter.

Wie schnell sich etwas ändern kann, haben meine Familie und ich bei eben geschilderter Wanderung erlebt.

Aufgestiegen auf den Penegal bei durchwachsenem Wetter, überraschte uns kurz nach Beginn des Abstiegs ein dichter Schneeschauer, der in niedrigeren Höhen in Regen überging.
Wie gut, dass wir entsprechende Kleidung mithatten und die Temperaturen im erträglichen Bereich angesiedelt waren.

Die reine Gehzeit beträgt bei flottem Tempo übrigens ca. 5 Stunden, also komplett Kaltern – Penegal – Kaltern.
Dazu kommen die Pausen bzw. der Aufenthalt auf dem Penegal und das Schlendern oder Shoppen in Ruffre auf dem Mendelpass.

Will sagen: Ein kompletter Urlaubstag geht drauf.

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